Generalversammlung 2015

Haag, 17.06.2015

Die Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth legte zur Generalversammlung im Haager Bürgersaal wieder eine Erfolgsbilanz vor: Wachstum in allen Bereichen. Regionaldirektor Anton Kandler lobte die Bank als "Garanten für Stabilität."

Text: Ludwig Meindl

Die Präsenz und Verantwortung der Raiffeisenbank in der Region stellte Aufsichtsratsvorsitzender Georg Schillmaier voran. Hier träfen "starke Unternehmen auf eine starke Genossenschaftsbank". Er dankte dem Vorstand und den 79 Mitarbeitern für die solide Arbeit. Ein "gutes Jahr" bilanzierte Vorstandssprecher Thomas Lutz. Viele Mitglieder und Kunden hätten angesichts des niedrigen Zinsniveaus in die eigene Firma oder vier Wände investiert. So stiegen die Kundenkredite um 7,1 Prozent auf 236 Millionen Euro. Überdurchschnittlich hätten sich die Einlagen um 4,7 Prozent auf 277,9 Millionen entwickelt. Weiter hob er das neue Mitgliederbonusprogramm hervor, das Dividende, Geschenke und Verlosungen beinhalte. Thomas Lutz warf den Blick aber auch über den Tellerrand hinaus: "Wir werden uns auf Gegenwind aus Brüssel einstellen müssen." Da schlügen die Herzen nicht für Kleinbanken. Der zusätzliche Aufwand für "übergeordnete Regulierung" mit Formblättern in Englisch wachse: "Das gefällt uns nicht." Man verkenne, wie wertvoll Genossenschaftsbanken für den Mittelstand sind: "Unser Geschäftsmodell funktioniert." Der historische Tiefstand der Zinsen werfe die Frage auf: "Wohin mit dem Geld?" Die Menschen müssten eigentlich mehr sparen, da sie älter würden. Da biete die Raiffeisenbank konkrete Beratung.

v.l.n.r.: Georg Schillmaier, Thomas Cestaro, Franz Binsteiner, Thomas Lutz, Anton Kandler - Foto: Georg Bauer

Vorstand Thomas Cestaro nannte eine um 6,9 Millionen auf 336,5 Millionen gestiegene Bilanzsumme. Der Bilanzgewinn ist nach 491.000 Euro im Vorjahr heuer auf 525.902 Euro ausgewiesen. Aus dem Jahresüberschuss schütte die Bank eine Dividende von fünf Prozent an die 6.770 Mitglieder aus und stärke ihre Rücklagen: "Die Eigenkapitalsituation ist sehr solide und ermöglicht weiteres Wachstum." Das besondere Lob Cestaros galt der Immobilien-Spezialistin Petra Steinbrecher-Schilling, die ein Umsatzvolumen von über acht Millionen vermittelt habe. Der Vorteil der Raiffeisenbank liege eben im persönlichen Kontakt mit dem Kunden.

Weiterer Anstrengungen bedürfe die Herausforderung der Niedrigzinsphase, unterstrichen die Vorstände. Das Grundmodell der Raiffeisenbank sei ganz einfach: "Wir bekommen Einlagen aus der Region und geben das Geld auch hier wieder aus." Ein Hinweis galt dabei auch der Bank als Sponsor. Gemeinnützige Organisationen erhielten 37.000 Euro.

Die Versammlung bestätigte schließlich die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses als Dividende und Rücklage. Wiedergewählt wurde der Aufsichtsrat Franz Binsteiner. Dann sorgte der "Haager Viergesang" mit Toni Deuschl an der Harfe für einen bayerisch-harmonischen Schlussakkord des Abends.

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