LandwirteAbend der Raiffeisenbank - eine rundum gelungene Veranstaltung

Haag, 14.02.2017

Der Vorstand der Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth eG empfing rund 150 Landwirte zum traditionellen LandwirteAbend im Gasthaus Baumgartner in Tiefenstätt.

Im vollbesetzten Saal hatten die beiden hochkarätigen Referenten die volle Aufmerksamkeit der eingeladenen Landwirte zu den Themen: „Bäuerliche Landwirtschaft – Landwirtschaft mit gesellschaftlicher Akzeptanz" von Prof. Dr. Heißenhuber sowie „Regionale Selbstvermarktung und Mut aus dem Glauben" von Pater Tassilo.

Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Heißenhuber von der TU München-Weihenstephan hielt seinen Vortrag aus dem wissenschaftlichen Blickwinkel der bäuerlichen Landwirtschaft. „Jede Branche will ein gutes Image für die Gesellschaft haben, ganz egal ob Bank oder Landwirtschaft“, so sein anfänglicher Vergleich. Er teilte die Landwirtschaft, ihre Bedürfnisse und Auswirkungen in mehrere Kategorien, wie die Bodenbeschaffenheit, den Wasserbedarf, die klimatischen Bedingungen oder die Biodiversität. Prof. Dr. Heißenhuber führte die Zuhörer durch diese verschiedenen Bereiche, brachte inspirierende Denkanstöße für die hiesigen Landwirte und beeindruckte mit Statistiken und aussagekräftigen Bildern von beeinflussenden Naturereignissen der Vergangenheit. Auch von den ganz aktuellen Themen wie dem „Labelling“ und den Forschungen im Sinne der Nachhaltigkeit oder der Wichtigkeit von begrünten Wasserwegen, berichtete er den Zuhörern mit großem Enthusiasmus. Er zog folgendes Fazit: „Die bäuerliche Landwirtschaft ist gleichbedeutend mit nachhaltiger Landwirtschaft und gleichbedeutend mit der gesellschaftlich akzeptierten Landwirtschaft“ und beendete damit seinen äußerst gelungenen Vortrag.

Pater Tassilo, Ökonom und Landvolkseelsorger von der Erzabtei Sankt Ottilien, führte den Informationsabend fort und betrachtete die „gesellschaftliche Akzeptanz“ aus einem ganz anderen Blickwinkel. Er nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch seinen Lebenslauf – vom anfänglich noch unzufriedenen Bauingenieur-Studenten über die klösterliche Ausbildung und sein Theologiestudium bis zu seiner jetzigen Situation als Ökonom und Seelsorger in St. Ottilien, einem Kloster, welches mit seiner umfangreichen und großen Landwirtschaft in der heutigen Zeit schon fast einzigartig ist. Er erzählte lustige Anekdoten aus seinem Alltag, unter anderem auch vom neuen Melkkarussell: „Selbst ein Pater muss jeden Tag ran an die Kuh“ so Pater Tassilo. Er zeigte alte Bilder aus der historischen Landwirtschaft im Kloster - vor allem der erste Mähdrescher wurde damals bestaunt und war ein großer Fortschritt in St. Ottilien. Die Akzeptanz der Tierhaltung oder auch die der Kuhhaltung ist im Kloster ein großes Thema, denn „das Tierwohl und das Bauernwohl hängen eng zusammen“. Pater Tassilo rundete seinen Vortrag mit einer kleinen Diskussionsrunde ab und wünschte den Landwirten „Gottes reichen Segen“ für ihre Betriebe und Familien.

v.l.n.r.: Marktbereichsleiter Johann Schöberl, Vorstand Thomas Cestaro, Pater Tassilo, Prof. Dr. Dr. h.c. Heißenhuber, Vorstandssprecher Thomas Lutz und Aufsichtsratsvorsitzender Georg Schillmaier

Vorstandssprecher Thomas Lutz bedankte sich recht herzlich bei den beiden Referenten und den anwesenden Landwirten: „Ich bin selbst sehr stark verwurzelt mit der Landwirtschaft. Daher freue ich mich sehr über das Engagement der Landwirte, besonders in der heutigen Zeit“. Die Aufmerksamkeit der Landwirte war aufgrund der sehr anschaulichen und informativen Präsentation der Referenten sehr groß und es konnten viele Fragen während diesem zweistündigen Informationsabend beantwortet werden. Die Raiffeisenbank ist nun schon seit über 100 Jahren der starke Partner an der Seite der Landwirte und wird diese Verbundenheit auch weiterhin erhalten.

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