Wunsch nach weniger Bürokratie für kleine Banken

Haag, 13.06.2019

Trotz Gegenwinds durch auferlegte Regularien und Niedrigzinspolitik erwirtschaftete die Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth ein solides Bilanzergebnis.

Text: Ludwig Meindl

Anton Kandler vom Genossenschaftsverband Bayern gratulierte jüngst auf der Generalversammlung zu „120 Jahre Erfolgsgeschichte in Haag“.

Anlässlich des 120. Gründungsjahres erinnerte Vorstandsvorsitzender Thomas Lutz etwa an einstige Devisen wie „Sparsamkeit ist die beste Quelle des Reichtums“ oder die Vereinigung zur Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth im Jahr 1997. Für 2018 bilanzierte er erfolgreiche Abschlüsse mit solidem Wachstum: Die Bilanzsumme erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 410 Millionen Euro. Das betreute Kundenvolumen stieg auf 811 Millionen.

Der Jahresabschluss lag bei 680 000 Euro, der Bilanzgewinn bei 482 000 Euro. Daraus schüttet die Bank eine Dividende von fünf Prozent an die derzeit 7176 Mitglieder aus. Vorstand Thomas Cestaro resümierte, dass 15 000 Kunden täglich 1400 Überweisungen tätigten und sich die Kreditvergabe 2018 von 243 auf 265 Millionen Euro an Privat- wie Geschäftskunden gesteigert habe. An die Adresse nach „oben“ richtete der Vorstand die Aufforderung, bürokratische Hürden für kleinere Banken abzubauen. Man zahle schließlich mit 718 000 Euro für 2018 „überdurchschnittlich Steuern“ und habe mit 42 500 Euro die lokalen Vereine gefördert. Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Sax fasste zusammen: „Ein gutes Ergebnis ohne Beanstandung.“ Einstimmig verabschiedete die Versammlung die Satzungsänderung zum Wegfall des Warengeschäftes. Ebenso einstimmig wiedergewählt wurden die Aufsichtsratsmitglieder Johann Staudinger und Martin Köpernik.

v.l.n.r.: Vorstand Thomas Cestaro, Anton Kandler vom Genossenschaftsverband Bayern, die Aufsichtsräte Johann Staudinger und Martin Köpernik, Vorstandssprecher Thomas Lutz und Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Sax

Pressekontakt

Hannelore Stadlmair